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Projektnews

Wald für Nassstandorte

Versuchsfläche in Mecklenburg-Vorpommern eingeweiht

Wälder auf Nassstandorten besitzen einen sehr hohen ökologischen und hydrologischen Wert. Das Zusammenspiel aus Baumartenmischung und Wasserhaushalt ist in der Waldgesellschaft "Hartholzaue" aber noch kaum untersucht. Daher wurde am Donnerstag den 15.12.2022 eine Versuchs- und Demonstrationsfläche des HydroForMix Verbundvorhabens eingeweiht. Mit dabei waren Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und der Geschäftsführer der FNR, Dr. Andreas Schütte.

Passende Partner für die Stieleiche gesucht

Auf der im Landkreis Rostock gelegenen etwa acht Hektar großen Fläche wird nach der perfekten Mischung auf Nassstandorten gesucht. Die Stieleiche wird in den Versuchsanbauten mit der Flatterulme, dem Bergahorn, der Vogelkirsche, der Hainbuche und der Schwarznuss gemischt.

Der Projektleiter Dr. Eric Thurm von der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern stellte den 30 Gästen, unter denen auch viele Medienvertreter waren, das gemeinsame Waldklimafonds - Forschungsvorhaben der Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern, der Universität Rostock und der Universität Greifswald vor. Anschließend wurden die Besucher über die vor zwei Wochen gepflanzte Versuchsfläche geführt.

25 % der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern stocken auf Nassstandorten

Viele dieser Flächen waren in der Vergangenheit mit der Esche bestockt. Durch das flächig auftretende Eschentriebsterben muss nun eine alternative Baumartenmischung gefunden werden. Die hohen Erntekosten auf diesen Standorten verlangen nach einer Mischung, die zum einen gute Holzpreise erzielen kann und zum anderen mit den klimatischen Bedingungen des Klimawandels zurechtkommen.

Die nun angelegte Demonstrationsfläche soll nicht nur Daten liefern, sondern in Zukunft den forstlichen Praktikern auch als Anschauungsobjekt dienen.

Das Verbundvorhaben HydroForMix wird über den Waldklimafonds der Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Der Waldklimafonds wurde als Bestandteil des Energie- und Klimafonds gemeinsam von BMEL und BMUV aufgelegt. Die FNR ist als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt auch Vorhaben der Förderrichtlinie Waldklimafonds.

Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums MV: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen/?id=186754&processor=processor.sa.pressemitteilung

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung der FNR: https://news.fnr.de/fnr-pressemitteilung/waldbau-mit-nassen-fuessen

Verbundvorhaben: Bewirtschaftung von Stieleichen-Mischwäldern auf Nassstandorten – HydroForMix

Themendossier Waldbau im Klimawandel: https://www.kiwuh.de/presse/themendossiers/waldbau-im-klimawandel

Einweihung bei frostigen Temperaturen - unter anderen dabei waren Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und der Geschäftsführer der FNR, Dr. Andreas Schütte. Foto: FNR/B. Wilhelm

Einweihung bei frostigen Temperaturen - unter anderen dabei waren Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und der Geschäftsführer der FNR, Dr. Andreas Schütte. Foto: FNR/B. Wilhelm

Auf die Mischung kommt´s an. Teilflächen mit den verschiedenen Baumarten auf der acht Hektar großen Aufforstung. Foto: FNR/B. Wilhelm

Auf die Mischung kommt´s an. Teilflächen mit den verschiedenen Baumarten auf der acht Hektar großen Aufforstung. Foto: FNR/B. Wilhelm

Neben Stieleichen wurden Flatterulmen, Bergahorne, Vogelkirschen, Hainbuchen und Schwarznüsse gepflanzt. Foto: FNR/B.Wilhelm

Neben Stieleichen wurden Flatterulmen, Bergahorne, Vogelkirschen, Hainbuchen und Schwarznüsse gepflanzt. Foto: FNR/B.Wilhelm

Die Versuchsfläche im Forstamt Bad Doberan fügt sich auch ins ambitionierte Aufforstungsprogramm Mecklenburg-Vorpommerns ein. Foto: FNR/B. Wilhelm

Die Versuchsfläche im Forstamt Bad Doberan fügt sich auch ins ambitionierte Aufforstungsprogramm Mecklenburg-Vorpommerns ein. Foto: FNR/B. Wilhelm